Posaunenchor 1950 Bracht
Posaunenchor      1950    Bracht

Chronik des Posaunenchores Bracht - Teil V

Im Mai 1990 blickte man auf 40 Jahre Chortätigkeit zurück. Das Jubiläum wurde mit einem musikalischen Gottesdienst in der Brachter Kirche und einem dreitägigem Fest mit abschließendem Kreisposaunentag erneut unter dem für Bracht obligatorischen Zeltdach am Sportplatz gebührend gefeiert. Auch unterstützte man die nachbarlichen Schwabendorfer bei derem 25jährigen Jubiläum.

 

Nach der deutschen Wiedervereinigung fuhr der Posaunenchor Bracht an Pfingsten 1991 erstmals zum Besuch der kirchlichen Partnergemeinde Behnsdorf nach Sachsen-Anhalt. Man war sehr gespannt auf die bisher unbekannten Verhältnisse dort und wurde von einem sehr herzlichen Empfang und großer Gastfreundschaft überrascht. Mittlerweile sind daraus Gegenbesuche und Freundschaften entstanden und man kann feststellen, daß die Posaunenklänge auf fruchtbaren Boden gefallen sind.

 

Im Oktober des gleichen Jahres war erneut Österreich das Ziel einer Familienfreizeit. Unter tatkräftiger Hilfe von Pfarrer Kellner fand man Quartier in Bad Goisern in der Dachsteinregion. Was mit einem leichten Schrecken begann –es standen zunächst nicht genügend Zimmer zur Verfügung– endete mit angenehmen Erinnerungen. Die herrliche Bergwelt lockte zu täglichen Ausflügen und es fiel nicht leicht, sich auf die angesetzten Übungsstunden zu konzentrieren,
die erfreulicherweise auch von vielen Nachwuchsbläsern genutzt wurden.

 

Das Jahr 1992 stand ganz im Zeichen der 750-Jahr-Feier des „Heimatdörfchens“ Bracht. Auch hierbei war der Posaunenchor stark engagiert. Es begann mit der feierlichen Eröffnung der Festwoche, als man die „Festmusik” und gemeinsam mit dem Männergesangverein das Brachter Heimatlied „Wo’s Bächlein lustig plätschert” zu Gehör brachte. Die Veranstaltung auf dem Flugplatz wurde umrahmt und für die Organisation des Bläserabends mit dem Rauschenberger Spielmannszug, dem Bläserchor Schönstadt und der Wohrataler Trachtengruppe mit Kapelle war man selbst verantwortlich. Auch am abschließenden Höhepunkt, dem stehenden Festzug, zu dem
annähernd 10.000 Zuschauer erschienen, war fast jedes Chormitglied in irgendeiner Weise beteiligt.

 

In 1994 folgte der zweite Besuch in Behnsdorf, verbunden mit der Besichtigung der Harzmetropole Goslar. Am Ende des Jahres übernahm der langjährige Kassierer, Heinrich Henseling, den 1. Vorsitz des Vereins.

 

Zu Beginn des Jahres 1995 gab es etwas ganz Einmaliges zu vermelden: Einige ältere ehemalige Bläser trafen sich auf Anregung von „Solist” Heinrich Knöppel und gründeten eine Altherrenabteilung, die sogenannte „Rentnerband”. Bläser, die teilweise über 20 Jahre nicht mehr gespielt hatten, trafen sich fortan dienstags bei wechselnden Gastgebern, musizieren und feiern in fröhlicher Runde. Dabei vergessen sie auch nicht, den Hauptchor und die Nachwuchsgruppen mit guten Ratschlägen und Taten zu unterstützen. Auch Ehrenvorsitzender
Heinrich Funk sowie Altchorleiter Karl Aillaud, seit diesem Jahr Ehrenmitglied des Vereins, sind dort gern gesehene Gäste.

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